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Drei Wege zu meditieren, ohne zu meditieren

Viele Menschen finden keinen Zugang zur Meditation, und so ging es mir selbst lange. Ich dachte, ich müsse in der Meditation Nichtstun tun. Also strengte ich mich an, um nichts zu tun. 🙂 Und weil sich das so unentspannt anfühlte, und meine Gedanken ständig nachfragten, ob ich denn jetzt schon meditiere, ließ ich es recht bald wieder sein.

Heute weiß ich, dass jede Anstrengung und jedes Wollen das Gegenteil von Meditation ist. Meditation ist kein Tun. Meditation ist Sein.

Und das Sein ist der Urgrund allen Tuns. Und weil wir das immer wieder vergessen, ist es sehr heilsam, gelegentlich innezuhalten und einfach nur zu sein.

Meditation ist im Grunde nur die bewusste Erinnerung an die stille Seite deines Seins. Und ich zeige dir hier drei Wege, die ich für mich entdeckt habe, um mich damit im Alltag zu verbinden.

1. Sei eine Minute lang ohne Fokus

Von morgens an, wenn die ersten Gedanken einsetzen, bis abends, wenn sie mit uns einschlafen, befinden wir uns ständig in Bewegung. Dazu zählen auch die Bewegungen der Gedanken, die unsere Aufmerksamkeit stetig irgendwohin ziehen.

Wir wollen etwas erreichen oder vermeiden. Hoffen, wünschen, bangen, grübeln …

Nimm dir zwischendurch immer wieder 1-2 Minuten Zeit, in denen du den Fokus auf ALLES loslässt. Lass dich einfach kurz in ein zielloses Sein hineinsinken.

Du verlierst nichts dadurch, nicht mal Zeit, wegen der Kürze. Aber du gewinnst etwas Wertvolles: Du spürst dich selbst in all dem Tun. Und du wirst innerlich wieder weiter. Denn Fokus ist immer Enge. Einfach nur sein ist Weite. Und Weite ist Entspannung.

2. Yin Yoga

Ich liebe Yin Yoga. 🙂 Denn es ist eine zutiefst meditative Yoga-Praxis.

Es geht dabei weniger um Bewegung, sondern darum, bestimmte Asanas (Körperstellungen) einzunehmen und bis zu mehreren Minuten zu halten. Im Internet findest du viele Beispiele für Yin Yoga-Asanas.

Mache es so, wie es sich für dich angenehm anfühlt, sowohl von der Körperhaltung her, als auch von der Dauer.

Mir geht es so, dass ich mich beim Yin Yoga mit einer tiefen inneren Stille in mir verbunden fühle. Das geschieht ganz von selbst. Manchmal kreisen meine Gedanken dabei trotzdem weiter, aber ich lasse mich weniger in sie hineinziehen, sondern schaue ihnen eher zu.

3. Tue eins nach dem anderen

Ich habe mal gelesen, dass unser Gehirn kein Multitasking kann, sondern immer von einer Sache zur anderen hin- und herspringt. Wir tun also nie wirklich mehrere Dinge gleichzeitig, sondern zeitversetzt.

Und meist erzeugt der Versuch eher Stress und man kommt auch nicht wirklich schneller voran.

Probiere mal aus, immer nur eine Sache zu tun und unterbrich dich nicht selbst darin. Bleibe bei dieser einen Sache, auch wenn es darin zu kurzem Leerlauf kommt. Und tue erst danach eine andere.

Du wirst sehen, dass diese Herangehensweise deinen Kopf viel freier macht.

Diese Art des meditativen Seins kannst du auf einen ganzen Tag, eine ganze Woche oder sogar auf dein ganzes Leben ausweiten.

Also, probiere mal diese drei Nichtmeditation-Meditationen aus, wenn du magst. 🙂 Und ich freue mich über dein Feedback dazu in den Kommentaren. 🙂

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