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Die Stille erkennen

Je mehr ich spirituell erwache, umso mehr nimmt die Stille Raum in meinem Leben ein. Das liegt daran, dass die Gedanken viel weniger werden und dass sie von der Stille „verschluckt“ werden, wenn ich bewusst und achtsam bin.

So viele Jahre habe ich mich mit den Gedanken in meinem Kopf identifiziert. Und dabei völlig übersehen, dass ich auch die Stille bin, die den Gedanken „zuhört“.

Woher weißt du, was du denkst? Nimmt ein Gedanken den anderen Gedanken wahr? Nein. 🙂 Du weißt einfach, was du denkst, weil du dir jede Sekunde selbst zuhörst. Und du weißt ebenfalls, was du sagst, weil du dir selbst zuhörst. Das zu erkennen ist so befreiend, weil du damit eine neue Dimension deines Seins erkennst.

Achte mal darauf, denke einen Gedanken ganz langsam und bewusst oder sprich einen Satz aus. Und erkenne, dass du auch die Instanz bist, die zuhört. Aber nicht als Person, sondern als Bewusstseinsraum, der die Gedanken und Worte enthält.

Wenn du mit diesem Raum in Verbindung kommst, immer wieder, wird die Identifikation mit den Gedanken schwächer. Und dafür dehnt sich die Stille immer weiter aus. Um im Gegensatz zu den Gedanken, die Unruhe erzeugen und sich ständig ändern, findest du dort wirklich Halt und Frieden.

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