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Wie du Frieden findest in der stetigen Bewegung des Lebens

Unser menschliches Verhalten ist im Grunde von zwei Richtungen geprägt. Wir wollen Freude fühlen. Und wir wollen Schmerz vermeiden.

Wir erhoffen und wünschen uns etwas, weil wir zu wissen glauben, dass es uns Freude bringt. Und wir fürchten etwas und versuchen es zu vermeiden, weil wir zu wissen glauben, dass es uns Schmerz bringt.

In dieser Bewegung befinden wir uns permanent. Und wir glauben, dass wir Frieden dann fühlen werden, wenn wir „haben“, was wir wollen und vermeiden, was wir nicht wollen.

Aber das Leben ist stetig im Fluss und wenn wir auf etwas Gewünschtes blicken, können wir nicht wissen, welche neuen Aufgaben und Wünsche seine Erfüllung für uns bereithält.

Vogelperspektive einnehmen

Der wahre und stabile Frieden muss also außerhalb dieser Bewegung liegen. Und alleine schon, dass du den Trugschluss, in dieser Bewegung Frieden zu finden, erkennst, ist der erste wertvolle Schritt.

Denn damit wächst dein Bewusstsein darüber hinaus und nimmt eine Art Vogelperspektive ein. Von hier aus kann es beide Pole sehen und ist nicht mehr vollständig mit der stetigen Bewegung identifiziert.

Die Vogelperspektive bewegt sich nicht. Sie ist weder in der Suche nach Freude drin, noch in der Vermeidung von Schmerz. Sie freut sich nicht. Sie leidet nicht. Sie ist frei von beidem.

Hier bist du der neutrale und unberührte Beobachter der Gesamtheit. Du bist weiter und größer als die Gesamtheit, denn sie findet in dir als Bewusstsein statt. Und hier liegt der wahre Frieden.

Denn das Leben wird sich ständig verändern und entwickeln. Mal sind wir zufrieden, dann wieder nicht … Solange wir nicht über unser kleines persönliches Menschsein hinausgehen, sind wir in dieser Bewegung gefangen.

Und dieses darüber Hinausgehen gelingt uns über das Bewusstsein. Denn im Gegensatz zum Körper hat das Bewusstsein keine Beschränkungen in Zeit und Raum.

Ein inneres Bild finden

Vielleicht hilft es dir auch, ein inneres Bild zu finden, das für dich die Vogelperspektive symbolisiert. Zum Beispiel, dass du auf dem Mond sitzt und auf dein Leben blickst. Oder – wenn du es nicht ganz so hoch magst – an einen irdischen Ort, mit einer großen weiten Aussicht.

Und immer wenn du das Gefühl hast, dich im Klein-klein des alltäglichen Lebens zu verheddern, dann kannst du diesen inneren Ort aufsuchen. Und wenn du von dort aus auf dein Leben blickst, wirst du nicht nur Frieden finden, sondern auch Antworten und Erkenntnisse, die du du von „drin“ aus, nicht sehen kannst.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du die Erfahrung machst, wie befreiend es ist, nicht mehr vollständig mit den Aufs uns Abs des Lebens identifiziert zu sein.

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